Länge: 1.278 Wörter
Genre: Songfic, One Shot, Fluff
Serie: Fairy Tail
Pairing: Gajeel Redfox x Levy McGarden
Heute gibt es mal wieder ein bisschen Lesefutter von mir! Mit dem Hammer, den das neue Kapitel gestern hat fallen lassen, ging es ja gar nicht anders, als inspiriert zu werden.
Übrigens hatte ich schon länger vor, eine Songfic zu diesem Lied zu schreiben und auch an der Thematik hat sich im Vergleich zu meinen ursprünglichen Notizen nicht viel verändert. Nur passte eine Stelle im Lied nach dem neuen Kapitel noch besser - da musste ich heute einfach meine Ideen aufschreiben!
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| Fanart von rusky boz |
Ein Jahr.
Ein Jahr war es jetzt
schon her, dass sie beide diesen Schritt gewagt hatten. Seit einem
Jahr waren sie ein Paar. War das denn zu fassen? Noch war es Nacht
und die Dunkelheit lag über ihnen wie eine schützende Decke, unter
der alles zu einer Masse verschwamm. Aber wenn die Sonne sich erheben
und Klarheit ins Dunkel bringen würde, dann war er da. Der erste
Jahrestag.
Gajeel beobachtete Levy
mit müden Augen. Sie lag seelenruhig neben ihm, atmete gleichmäßig
und gluckste manchmal im Schlaf, als hätte man ihr im Traum gerade
einen Witz erzählt. Gajeel hatte sie nie darauf angesprochen, dass
sie das tat. Diesen Teil von ihr wollte er für sich behalten. Sein
eigenes kleines Geheimnis, in der Dunkelheit offenbart und dort
sicher verwahrt.
What would I do without
your smart mouth
Drawing me in and you kicking me out?
Got my head spinning, no kidding
I can't pin you down
What's going on in that beautiful mind?
I'm on your magical mystery ride
And I'm so dizzy, don't know what hit me
But I'll be alright
Drawing me in and you kicking me out?
Got my head spinning, no kidding
I can't pin you down
What's going on in that beautiful mind?
I'm on your magical mystery ride
And I'm so dizzy, don't know what hit me
But I'll be alright
Sanft strich er ihr eine
Strähne aus dem Gesicht und legte sie hinter ihrem Ohr ab. Als seine
Finger ihre Haut berührten, durchfuhr ihn ein wohliger Schauer. Er
selbst hatte raue Haut, war übersät von Narben und schlecht
verheilten Wunden. Aber sie... ihre Haut war weich, so zart, dass er
jedes Mal Angst hatte, sie würde unter dem Druck nachgeben, wenn er
sie berührte. Und doch konnte er nicht anders, wollte nicht aufhören
sie zu berühren, nachdem er erst einmal von dieser süßen Frucht
genascht hatte.
Er wünschte sich
manchmal, ihre Gedanken lesen zu können. Sie konnte ihn lesen wie
eines ihrer Bücher, wusste immer, was sie sagen musste, wenn er ein
Problem hatte, oder wann sie schweigen musste, wenn er nicht reden
wollte. Wenn er einfach nur das Wissen brauchte, dass sie bei ihm
war. Aber er hatte keine Ahnung, was in ihrem Kopf so vor sich ging.
Immer, wenn sie kleinere Streitereien hatten, dann musste ihm Lily
erst erklären, was er diesmal falsch gemacht hatte. Kaum zu glauben,
dass er, der Kurogane, sich einmal für etwas entschuldigen würde.
Aber für sie?
Immer.
My head's
underwater
But I'm breathing fine
You're crazy and I'm outta my mind
But I'm breathing fine
You're crazy and I'm outta my mind
Gajeel dachte daran, wie
das alles begonnen hatte. Sie hatten gegen Tartaros gekämpft und es
sah schlecht um ihn aus. Gegen die Übermacht von Torafusa und seinem
Tenchi Kaimei schien er chancenlos. Aber Levy... Levy hatte ihre
letzte Luft geopfert, um ihn zu retten. Sie war das Licht, das die
Dunkelheit vertrieben und sein Leben gerettet hatte.
Nach dem Kampf hatte er
sie beschimpft, hatte ihr vorgeworfen, wie verrückt sie doch war,
dass sie nie wieder so etwas Unüberlegtes tun sollte... Aber am Ende
hatte er sie einfach nur noch an sich gedrückt und war dankbar.
Dankbar dafür, dass sie ihm das Leben gerettet hatte, und dankbar
dafür, dass er sich bei ihr revanchieren konnte, indem er ihr und
all den anderen ebenfalls das Leben rettete.
Cause all of me loves all of you
Love your curves and all your edges
All your perfect imperfections
Give your all to me, I'll give my all to you
You're my end and my beginning
Even when I lose, I'm winning
Cause I give you all of me
And you give me all of you, oh
Gajeel fuhr mit dem
Zeigefinger über Levys Seite und entlockte der schlafenden Magierin
ein kleines Kichern, als er eine besonders kitzlige Stelle traf. Sein
Finger wanderte weiter, ihre komplette Seite entlang, hüpfte
irgendwann auf ihren Arm über, tänzelte diesen entlang bis zu ihrer
Schulter hoch, wo er einen kleinen Kreis drehte und dann bei ihrem
Gesicht Halt machte. Da wurde der Zeigefinger vom Daumen abgelöst,
der sanft über Levys Wange strich, was ihr ein weiteres Kichern
entlockte.
Was hatte er doch nur für
ein Glück... er hatte wohl die perfekte Frau zur Freundin. Er, der
immer allein sein wollte und Menschen lieber gemieden hatte, als sich
mit ihnen einzulassen, hatte nun all das Glück der Welt in dieser
einen Person gefunden. Und egal, was auch kommen mochte, er würde
Alles dafür geben, dass es dabei blieb.
How many times do I have to tell you
Even when you're crying, you're beautiful too?
The world is beating you down
I'm around through every move
You're my downfall, you're my muse
My worst distraction, my rhythm and blues
Can't stop singing, this ringing in my head for you
Wie oft hatte er ihr
sagen müssen, dass sie perfekt war, wie sie war? Sie hatte immer
darauf bestanden, dass sie sich beweisen musste. Wo sie schon auf
Tenroujima keine S-Klasse-Magierin geworden war, dann musste sie nun
unter Beweis stellen, dass auch sie für die Gilde von Nutzen war.
Wie oft hatte er ihr
gesagt, dass es die Gilde ohne ihre Hilfe gar nicht mehr geben würde?
Dass sie geholfen hatte, den Kampf gegen die Dämonen von Tartaros zu
ihren Gunsten zu entscheiden?
Einmal war er sogar
richtig wütend geworden. Wie konnte sie, die so perfekt war, die für
ihn alles war, sich selbst nur so klein machen? Wieso konnte ihr
seine Liebe nicht genug sein? Warum durfte er nicht stark für sie
beide sein, so wie sie auch stark war, wenn er einmal Schwäche
zeigte?
Cards on the table
We're both showing hearts
Risking it all though it's hard
Nie hätte er gedacht,
dass es noch einmal jemanden in seinem Leben geben würde, dem er
sich so offenbaren würde. Nachdem er von Metallicana verlassen
worden war, hatte er nicht mehr daran geglaubt, dass die Beziehungen
zu anderen etwas wert waren. Und auch, wenn er bei Fairy Tail die
Freundschaft zu seinen Kameraden schätzte... sie waren eben doch nur
Freunde. Selbst Lily, der eine lange Zeit lang sein engster
Vertrauter war, wusste nicht alles von ihm.
Aber Levy?
Ihr vertraute er alles
an. So schwer es auch war, über die Dinge zu reden, die ihm Sorgen
bereiteten; über die Ängste, die ihn manchmal nachts wach hielten –
es gab keine Geheimnisse zwischen ihnen. Ihre Herzen lagen in der
Lücke, die sich zwischen ihnen auftat, wenn sie sich im Bett
gegenüber lagen, so wie jetzt gerade. Und ihr gemeinsames Schlagen
im Takt wurde immer zu einem einzigen Schlag, wenn einer von ihnen
die Distanz überwand und ihre Lippen sich berührten.
Cause all of me loves all of you
Love your curves and all your edges
All your perfect imperfections
Give your all to me
I'll give my all to you
You're my end and my beginning
Even when I lose, I'm winning
Als Gajeel sich nun zu
ihr hinüber beugte und ihr einen Kuss gab, wurde Levy langsam wach.
Sie blinzelte den Schlaf aus ihren Augen und kniff diese noch einmal
zusammen, als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster ihr Gesicht
erreichten. Gajeel lächelte sanft. Levy wurde vom Licht der Sonne
angeschienen und sah so herrlich zerzaust aus, so unperfekt, dass es
einfach nur perfekt war. Er beugte sich noch einmal vor, sein Kopf
trat zur ihr ins Licht und er küsste sie erst auf die Stirn und dann
noch einmal auf den Mund, dieses Mal länger.
Cause I give you all of
me
You give me all, all of you, oh
I give you all, all of me, yeah,
And you give me all, all of you, oh
You give me all, all of you, oh
I give you all, all of me, yeah,
And you give me all, all of you, oh
„Mhh...
guten Morgen, Gajeel...“, murmelte Levy schlaftrunken, als er den
Kuss nach einer gefühlten Ewigkeit beendete.
„Guten
Morgen, mein Licht“, gab Gajeel zurück und legte einen Arm um sie,
um sie näher an sich heran zu holen. Ihre Herzen sollten Eins sein,
in diesem Moment, der am liebsten ewig dauern sollte.

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